5 Tipps gegen Herpesbläschen


Von Therapie bis Prophylaxe
5 Tipps gegen Herpesbläschen
Africa Studio/Shutterstock.com

Sommerzeit ist Sonnenzeit. Doch leider blühen unter den wärmenden Sonnenstrahlen nicht nur Mensch und Pflanzenwelt auf – auch Herpesbläschen haben dann Hochsaison. Woran das liegt und was Sie dagegen tun können.

Sonnenstrahlen als Auslöser

Fast 90 % aller Menschen sind mit Herpes simplex, dem Erreger der Herpesbläschen, infiziert. Diese Viren haben eine raffinierte Strategie entwickelt: Sie verstecken sich in den Zellen der Gesichtsnerven, so dass das Immunsystem sie nicht aufspüren kann. Aktiv werden sie erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist – etwa auf Grund einer Infektion oder Stress. Aber auch äußere Einflüsse wie starke Kälte oder Sonneneinstrahlung sind ein Auslöser dafür, dass die ungeliebten Bläschen entstehen. Der Grund: Ist die äußere Haut beansprucht oder geschädigt und dazu noch besonders dünn wie an den Lippen, hat das Virus leichtes Spiel.

Um die Bläschen in Schach zu halten, haben sich folgende Tipps bewährt:

1. Rechtzeitig therapieren

In der Regel kündigen sich die Bläschen frühzeitig durch Kribbeln, Jucken oder Spannungsgefühl an. Schon zu diesem Zeitpunkt sollte mit der Behandlung begonnen werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen. Geeignet sind Cremes mit virushemmenden Wirkstoffen wie Aciclovir oder Penciclovir (Virostatika) aus der Apotheke. Bläschen bleiben so entweder ganz aus oder sind deutlich kleiner und heilen schneller ab.

2. Bläschen nicht öffnen

Ist es erst da, muss das Bläschen von selbst wieder heilen. Öffnen oder ausdrücken sollte man die Bläschen auf keinen Fall, denn die enthaltene Flüssigkeit ist hoch ansteckend und kann die Infektion an andere Stellen des Körpers verschleppen. Bei starken Beschwerden helfen Virostatika-haltige Cremes, die zusätzlich entzündungshemmendes Kortison enthalten. Hautfarbene Cremes decken die Bläschen gleichzeitig ab.

3. Abheilen unterstützen

Nach einigen Tagen gehen die Herpesbläschen von selbst auf. In diesem Stadium vermehren sich die Viren nicht mehr. Nun fördern Zinksalben das Abheilen der offenen Stellen. Auftragen sollte man diese stets mit einem Wattestäbchen, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. Auch Herpespatches oder -pflaster verhindern das Eindringen von Keimen, fördern die Wundheilung und lassen sich mit Make-up oder Lippenstift überschminken. Zehn bis vierzehn Tage nach dem Auftreten ist der Spuk dann vorbei.

4. Übertragung verhindern

Hygiene ist das A und O, um ein Verschleppen der Viren zu verhindern. Also: Eigene Handtücher verwenden und diese täglich wechseln, Gläser und Besteck nicht mit anderen Personen teilen, Küssen und engen Körperkontakt vermeiden. Besonders infektionsgefährdet sind Schwangere und Stillende, kleine Kinder und immungeschwächte Personen.

5. Vorbeugung: Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz vor Herpes. Hilfreich sind: Stress vermeiden, gesunde Ernährung, Verzicht aufs Rauchen und regelmäßig Sport treiben. Auch Lippenpflege und Sonnenschutz tragen dazu bei, die warme Jahreszeit möglichst ohne Bläschen zu genießen

 Quelle: PTA heute 11/2020

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