Die Freizeit-Krankheit


Wenn Urlaub krank macht
Die Freizeit-Krankheit

Endlich Urlaub – doch kaum lässt die Anspannung nach, setzen Kopfschmerzen oder eine Erkältung ein. Ursache ist ein Leben im Dauerstress, erklärt eine Expertin der BARMER-GEK.

Schuld ist der Stress

Endlich ist er da, der wohlverdiente Urlaub. Doch gerade den vermiest uns häufig eine Erkrankung. Die Medizinerin Ursula Marschall von der BARMER-GEK erklärt warum: „Wer sich ständig zuviel Arbeit aufbürdet, sich für alles verantwortlich fühlt, Angst vor Fehlern hat und nicht Nein sagen kann, lebt im Dauerstress. Körper und Immunsystem arbeiten permanent auf Hochtouren. Dadurch werden Stresshormone ausgeschüttet, die selbst die letzten Energiereserven mobilisieren. Es kommt zu einer allgemeinen Anspannung und Nervosität, die zusätzlich den Blutdruck erhöhen. Lässt die Anspannung nach, fährt auch das Immunsystem herunter und der Betroffene wird krank.“

Entspannen lernen

Workaholics und Perfektionisten sind besonders gefährdet. Schlimmstenfalls droht ein Burnout-Syndrom. Um sich erholen zu können, müssen die Betroffenen das Entspannen erst wieder lernen. „Wichtig ist eine bewusste, aktive Entspannung“, ergänzt Marschall. Hilfreich sind Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Yoga.

Auch Sport baut Stress ab und bietet einen Ausgleich zum Berufsleben. Denn Bewegung baut Energie ab, die der Arbeitsstress im Körper aufbaut. Idealerweise sollte man einmal täglich außer Atem kommen, egal wodurch. Zusätzlich empfiehlt sich mindestens zweimal wöchentlich 30 Minuten Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren. So lädt der Körpers seine Reserve regelmäßig auf und macht nicht im Urlaub eine Zwangspause.

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